Crêpes selber machen

Was wäre die italienische Küche ohne Crêpes

Mein Freund François und ich sind vor mehr als 10 Jahren in Rom angekommen, um es hier mal mit der alten Kind-zeugen-Baum-pflanzen-Haus-bauen-Nummer zu versuchen. Sieht so aus, als hätten wir das einigermaßen sauber auf die Reihe gekriegt.

Wenn Gäste geladen sind und auch François erwartet wird, rennen die anwesenden Kinder bei jedem Klingeln schreiend zur Haustür - “Franxwa! Franxwa!” -, denn François ist wahrscheinlich einer der größten noch lebenden französischen Crêpe-Artisten zwischen der Poebene und den Abruzzen und ihm bei der wort- und gestenreichen Zubereitung der Dinger zuzusehen, ist für die Kinder ein mindestens genauso großes Vergnügen, wie sie nachher mit Konfitüre oder Nutella zum Dessert zu verspeisen.

Zutaten für 20 Crêpes von links nach rechts:

  • Olivenöl
  • 250 Gramm Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 3/4 Liter Milch

Die Zubereitung des Teigs nimmt nicht mehr als 10 Minuten in Anspruch und ist auch mit zwei linken Händen zu schaffen

  • Das Mehl in einer Salatiere zu einem Vulkan formen
  • Eier, Salz und Öl in den Krater geben
  • Mit einem Löffel* von innen nach außen verrühren und dabei sehr langsam nach und nach die Milch ins Zentrum des Kraters schütten
  • Weiterrühren bis die Sache flüssig ist

* Elektrisches Küchengerät, Mixer usw. ist natürlich unzulässig, gerührt wird mit dem Holzlöffel.

Die Zubereitung von 20 Crêpes in einer normalen beschichteten Pfanne dauert auch nicht mehr als 20 Minuten, 1 Minute pro Crêpe:

  • Pfanne erhitzen und mit etwas Küchenpapier ein paar Tropfen Öl darin verwischen
  • Sehr langsam mit einer Kelle etwa soviel von dem Teig hinzugeben, dass nach dem Neigen der Pfanne in alle Richtungen der Pfannenboden sehr dünn, aber vollständig bedeckt ist
  • Wenden, wenn die Ränder sich leicht braun werden (damit sie nicht reißen am besten rechts und links mit Daumen und Zeigefingern vorne anheben, den hinteren Teil nach vorne ziehen, umschlagen - nicht die Pfoten verbrennen!)

Die ausgebackenen Crêpes auf einem Teller stapeln und den oberen mit Konfitüre, Nutella oder sonstwas bestreichen und einrollen; die Kinder hinterher mit einem Schlauch mit möglichst kaltem Wasser abspritzen.

Kaum nötig zu erwähnen, dass in Sachen Food-Fotografie diesmal jemand am Werk war, der sich noch besser drauf versteht als ich: Meine Freundin Flavia Fasano, eine Professionelle, die auch so gerne Crêpes isst: flaviafasano.com

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