Sardinien: Die andere sardische Küche

Die sardische Küche ist eine sehr frugale Küche, ursprünglich eine Küche der Erde, nicht des Meeres, eine Küche der Schäfer und Bauern, die vorwiegend aus gebratenem Fleisch, Brot, Käse, Käse, Käse, Wurstwaren, Gemüse bestand.

Erstaunlich bei einem Inselvolk, doch für die Sarden sind die Dinge so gelaufen, dass sie sich lieber ins Landesinnere verzogen haben und zu dem Ergebnis kamen: “Alles was vom Meer kommt, ist von Übel”. Aber natürlich haben die Einflüsse der Kulturen der zahlreichen Eroberer der Insel - Genueser, Katalaner, Phönizier, Pisaner… - die sardische Küche mitgeprägt. Raffinesse im Umgang mit wenigen, einfachen Zutaten sind jedoch immer die Grundlage geblieben und prägen heute auch die sardische Küche des Meeres.

“Die andere sardische Küche ist, auch wenn sie ebenfalls mehrere Jahrhunderte aufweist, jünger und eine Küche des Meeres. Der Ursprung setzt sich aus vielen Echos und Reminiszenzen der Nomenklatur zusammen. Tatsache ist, dass die Sarden niemals Seeleute gewesen sind; sie zogen es vor, sich im Inselinneren niederzulassen, anstatt an den malariaverseuchten und von wilden Piratenangriffen bedrohten Küsten, die ausserdem arm an natürlichen Häfen sind, zu siedeln. So war das reiche Meer vor Sardinien den Ansässigen unbekannt, zumindest bis andere Völker kamen, Seefahrer und Matrosen, die sich dort mehr oder weniger als Herren niederliessen.” [Sardinien. Die Küche - emmeti.it]

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