Illegale Einwanderung ist in Italien eine Straftat

Illegale Einwanderer zahlen in Italien künftig Geldstrafen bis zu 10.000 Euro. Der italienische Senat verabschiedete vor ein paar Tagen eine entsprechende Gesetzesänderung. Illegale Einwanderung ist danach ein Straftatbestand.

Die Idee an sich muss man ja wohl kaum kommentieren.

Interessant sind die Zahlen: Nach der Social Card für Familien mit Kindern, die ein Jahreseinkommen von unter 6.000 Euro haben, jetzt Strafen von bis zu 10.000 Euro für illegale Einwanderer.

Ich frage mich, wieviele illegale Einwanderer es wohl gibt, die 10.000 Euro bezahlen können. Wahrscheinlich genauso viele, wie Familien mit Kindern mit einem Jahreseinkommen unter 6.000 Euro.

Social Card - Sozialhilfe auf italienisch

Social Card für italienische Staatsbürger in Italien

In einigen deutschen und schweizer Zeitungen lese ich gestern: “Rentner und Familien mit Kindern unter drei Jahren und einem Jahreseinkommen unter 6000 EURO erhalten ab sofort eine mit 120 EURO aufgeladene Kreditkarte. Ab Januar wird die “Social Card ” mit monatlich 40 EURO aufgeladen.”

italienische social cardFehlt noch eine kleine Information: Die Social Card gibt es ausschließlich für italienische Staatsbürger. Wer sonst in Italien arbeitet, seine Steuern zahlt und seine Kinder zur Schule schickt, kommt nicht in den fragwürdigen Genuss.

Schöne Grüße an die Millionen von italienischen Staatsbürgern, die in Deutschland seit Jahrzehnten Wohngeld, Sozialhilfe, …, … beziehen. Ciao!

Internazionale, Italien außerhalb Italiens

Internazionale im Facebook

Internazionale veröffentlicht jede Woche Übersetzungen von Artikeln der internationalen Presse ins Italienische, Artikel, in denen es natürlich oft auch um italienische Themen geht.

Für Italiener und in Italien Lebende sollte Internazionale angesichts der seit Jahrzehnten andauernden Gehirnwäsche der italienischen Medien Pflichtlektüre sein.

Hochinteressant ist es zum Beispiel, Keywords des politischen Tagesgeschehens wie “Alitalia” oder “riforma Gelmini” oder “Lega nord” auf www.internazionale.it in die Google-Suchmaske, die die Unterseiten/Archive der Domain durchsucht einzugeben und zu lesen, was internationale Journalisten und Korrispondenten zu einem italienischen Thema schreiben, und dann am nächsten Morgen im auf der Speiseeiskühltrühe in der Bar ausliegenden “Messaggero” was völlig anderes zur gleichen Sache zu lesen. Auch die Suche nach Namen ist sehr ergiebig - “Gianfranco Fini”, “Silvio Berlusconi” - und zeichnet ein ziemlich komplexes Bild der Figur, die Italien außerhalb Italiens abgibt.

Jetzt hat Internazionale auch eine Facebook-Page.

Silvio Berlusconi ist keine Witzfigur

Okay, es wird kaum einen geben, der diese Szenen nicht gesehen hat, nicht Neues; trotzdem sollen sie natürlich auch hier archiviert werden (falls jemand das Ding mit deutschen Untertiteln findet, wäre ich für einen Hinweis dankbar).

Wer diese Dimension von Selbstgerechtigkeit und Ignoranz nicht im privaten, im Geschäfts-/Arbeitsleben, am eigenen Leib erfahren hat, wer nicht erlebt hat, wie sie im Lauf der Jahre zur Alltäglichkeit wird, der weiß gar nicht, der hält es gar nicht für möglich, dass es sie gibt. Und genau das ist die große Gefahr. Denn auch wenn er so aussieht, und auch wenn ihn momentan innerhalb weniger Monate das Schicksal Michael Jackson’s zu ereilen scheint: Silvio Berlusconi ist keine Witzfigur. Das begreift man aber erst, wenn man jeden Tag mit denen zu tun hat, die ihn produzieren.

Kleiner Mussolini für 1500 Euro

Eine neofaschistische Partei bietet den Bewohnern von fünf entvölkerungsgefährdeten Dörfern in der Basilikata “sofort 1500 Euro für ein Kind mit dem Namen Benito oder Rachele”.

1500 Euro für jedes Kind, das zu Ehren Mussolinis auf den Namen Benito oder Rachele getauft wird. Die Aktion des Movimento Sociale Fiamma Tricolore der Basilikata (Region in Süditalien) soll “eine Antwort auf das Entvölkerungsproblem der Region” sein.

Bedingungen: Die Geburt muss im Jahr 2009 in einem von fünf bestimmten Dörfern im Süden der Region erfolgen, das Geld muss für das Neugeborene benutzt werden (um Kinderwagen, Kleidung, Nahrungsmittel zu kaufen).

Die Aktion, so der Parteisekretär der Region, sei auch ein Weg “die Wurzeln unserer Partei zu ehren”.

[Quelle: Solleviamoci]

Italienische Küche
Die italienische Küche





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