Straßenverkehr in Italien

admin 24. April 2008

Das Thema Straßenverkehr in Italien im Allgemeinen hatten wir ja schon. An dieser Stelle sollen in loser Folge weitere Tipps zum Überleben im italienischen Straßenverkehr erscheinen.

In den größeren Städten hält sich die Gefahr durch die Verkehrsdichte in annehmbaren Grenzen. Die Geschwindkeit ist nicht so hoch, dass jeder Unfall gleich tödlich enden muss. Brandgefährlich ist das Fußgängerleben in Vororten und Dörfern, in die sich Touristen eher selten verirren, mit ihren 20 m breiten Pisten. Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h in Wohnvierteln sind keine Seltenheit. Statt Ampeln gibt es Kreisverkehranlagen, die von den Piloten als Katapulte benutzt werden. Irgendwie muss man aber rüber, denn auf der anderen Seite liegt die Schule, der Supermarkt, …

Tipp für Fußgänger:
Lieber drei mal links, als einmal rechts beim Überqueren von Straßen, die in einen Kreisverkehr münden. So hat man den Feind vor sich, blickt abwechselnd nach links und nach vorne, muss den Kopf beim Gehen also nur um 90° hin und her schwenken, um beide Richtungen im Auge zu behalten. Bewegt man sich dagegen in Fahrtrichtung, muss man gleichzeitig nach rechts und nach hinten sehen. Das sind mehr als 180°. Sekundenbruchteile, die über Leben und Tod entscheiden können. Zebrastreifen an Kreisverkehranlagen sind Todesfallen.

Und nie vergessen: Keine Agressionen, keine Pädagogik. Nur an das Ziel denken: Heil ankommen.

Italien mit dem Auto

admin 22. April 2008

Tipps für Autofahrer in Italien:

Lieber drei mal rechts abbiegen, als einmal links!
Kauf Dir ein “P”!

Ich gebe zu, ich kann mir vorstellen, dass meine Fahrweise Leuten, die zu einer bestimmten Uhrzeit irgendwo ankommen müssen, auf die Nerven gehen kann. Nicht dass ich nicht schneller könnte - ich fahr seit 30 Jahren, ich fahr gerne, ich fahr wie Bullit, wenn’s sein muss, mit einer Hand, und dreh mir mit der anderen Zigaretten - ich will einfach nicht. Und so langsam bin ich auch nicht, dass man wie irre hinter mir her hupen, mir wutverzerrte Gesichter zeigen und mich nach dem Überholen beim Einscheren so schneiden muss, dass es kracht, wenn ich nicht in die Bremsen gehe. Ich bin mal von einem Kleinlaster auf einer dreispurigen Umgehungsstraße mitten im vollen Verkehr seitlich angerempelt worden.

Vor 2 Wochen habe ich ein A4-großes “P” auf die Heckscheibe geklebt. Das ist das Zeichen für Principiante = Fahranfänger. Auf die Idee hätte ich auch ein paar Jahre früher kommen können. Hat gewirkt. Aber wie! Weniger Gehupe, Gedrohe, Geschimpfe; meine Angst, im Affekt erschossen zu werden, ist weitaus geringer mit diesem “P”.

Silvio Berlusconi. Der Mann mit dem einen Gesicht

admin 14. April 2008

Silvio Berlusconi. Italien hat seinen Besitzer mal wieder zum Generaldirektor gewählt.

Aber wer ist Silvio Berlusconi, der immer und immer und immer wieder kommt? Einige Antworten hier: Wer ist noch gleich Silvio Berlusconi?



Wahlen in Italien. Diesmal dürfen alle.

admin

Vor 2 Jahren bin ich mit meiner französischen Freundin Anne in Roms Wahlbezirk XIII zu den Kommunalwahlen gegangen, für die wir, da hier wohnhaft gemeldet, ja wahlberechtigt sind. Erst zwei Stündchen Schlange gestanden, dann erfahren müssen, dass wir zwar eigentlich berechtigt sind, aber erst irgendeinen Schein, in dem diese Berechtigung bestätigt wird, bei der Kommune beantragen müssen. Also nicht gewählt.

Diesmal bin ich gar nicht erst hingegangen, denn um diesen Schein bei der Kommune zu beantragen, reichen zwei Stündchen Schlange sicher nicht aus. Meine Freundin Anne ist aber gegangen und hat als französische Staatsbürgerin diesmal nicht nur für die Kommune, sondern sogar für das nationale Parlament wählen dürfen. Man hat sie sogar dazu genötigt und ihr, als sie den Wahlhelfern erklärt hat, dass sie dazu, weil Französin, nicht berechtigt sei, mit beruhigenden Gesten sämtliche Wahlscheine in die Hand gedrückt und sie in die Kabine geschoben. Also hat sie gewählt.

Flora in Italien

admin

Italien Die Italiener sind bei der Benennung von politischen Parteien, Vereinigungen usw. ziemlich blumig: Da gibt es gab es eine “Margherita”, ein “Ulivo”, eine “Rosa nel pugno” (”Rose in der Faust”) … und die Logos, Plakate, Flyer waren voller bunter Bäumchen und Blümchen.

Irgendwie scheint man sich jetzt umzubesinnen. Meine Sinistra Democratica z. B. hat auf Blumen verzichtet und sich für das Logo eines Lack- und Farben-Herstellers entschieden. Warum auch nicht.


Italienische Küche
Die italienische Küche





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